Die richtige Schlägerwahl

Die richtige Schlägerwahl bleibt stets aktuell. Mögen sich ähnlich wie im großen Tennis die Arten von Schlägern verändern, so ist es im Tischtennis ähnlich. Aber die richtige Schlägauswahl bleibt immer am Anfang, für den Beginner, interessant. Denn es gilt in der Regel, dass sich die Spieler mit einem flachen Belag, ggf. sogar mit Noppen einspielen. Mit zunehmenden Können werden die Beläge immer dicker. Diese erste Phase ist wichtig, die entsprechenden Beläge nochmals auszusortieren, um zu wissen, welche Beläge auf Dauer geeignet sind. Ist beispielsweise ein defensiver Belag auf der Rückhandseite und ein offensiver auf der Vorderhandseite eher zu empfehlen oder anderes. Das Spiel muss dazu analysiert werden, um das zu beurteilen. Auch die Auswahl des richtigen Holzes erhöht den entsprechenden Effekt von Schnelligkeit oder defensive Eigenschaft. Dieses Beispiel zeigt bereits, dass nicht beide Seiten gleich belegt sein müssen.

Jenseits der Einstiegsempfehlung gibt es eine Diskussion auf höherem Niveau und ganz andere kritische Punkte zu diesem Thema. Timo Boll beklagte bereits vor geraumer Zeit, dass einige Spieler ihre Schläger tunen. Damit meinte er gezielt die chinesischen Spieler. Sie haben nicht nur vom Material technische Vorteile, sondern behandeln sie noch extra mit Chemikalien. Diese erhöhen den Katapulteffekt noch deutlich, beklagt Timo Boll. Diese Behandlung stehe allerdings gegen die Regeln des ITTF. Dieses Tuning sei zwar bei vielen Spielern State of the Art, aber komme bei den Chinesen in der Doppelwirkung mit Belag und Chemikalien extrem stark vor. Diesem entgegen zu wirken, könne jedoch nur mittels Überprüfungen durch moderne Labortechnik. Hubert Motschmann, der Professor für chemische Physik an der Uni Regensburg ist, hat ein Verfahren entwickelt, um das Tunning rasch festzustellen. Es wäre schnell und bezahlbar. Das Ergebnis wird dann mit den Normalwerten verglichen und könnte ein entsprechendes Tunning-Statement abgeben. Bisher ist der Betrug allerdings noch nicht beweisen, sondern nur eine Vermutung. Es wird spannend bleiben, wie die Diskussion zu dem Thema seitens des ITTF weiter geführt wird.

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