Die Jahrhundertwende brachte viele Verbesserungen in den Sport. Die Spieler begannen mit Zelluloidbällen zu spielen, nachdem der Engländer James Gibb diese während einer Reise in die USA 1901 entdeckte. Im Jahr 1903 ersetzte E. C. Goode Pergamentpapier und Zigarrenkistendeckel mit einem Holzschläger, der mit Gummi überzogen wurde. Nach der Weltmeisterschaft in Prag 1936, bei welcher zwei defensive Spieler sogar eine Stunde brauchten, um einen Punkt zu erspielen, wurde das Netzt gesenkt, um das Spiel schneller zu machen.

Zu dieser Zeit verbreitete sich Tischtennis auch in anderen europäischen Ländern, aber auch in den Vereinigten Staaten. Asiatische Länder wie China, Korea und Japan erfuhren von britischen Offizieren, die dort stationiert waren, von der neuen Sportart und auf diese Weise verbreitete sich Tischtennis auch in den Osten. Zwar gab es eine inoffizielle Weltmeisterschaft im Jahr 1901, aber die erste offizielle Weltmeisterschaft wurde 1927 in London von der International Table Tennis Federation veranstaltet. Diese wurde im Vorjahr in Berlin von England, Schweden, Ungarn, Indien, Dänemark, Deutschland, der Tschechoslowakei, Österreich und Wales gegründet.

Obwohl der Sport derzeit von asiatischen Ländern wie China und Korea dominiert wird, war es nicht immer so. Vor den späten 1950er und frühen 60er Jahren schienen in erster Linie Spieler aus Ungarn, aber auch aus Frankreich und Schweden ohne Konkurrenz zu sein. Im Jahr 1952 stellte der japanische Spieler Horoi Satoh den Schaugummi-Schläger vor. Dieser machte das Spiel viel schneller und die Drehung des Balls wurde zum großen Faktor im Spiel. 1960 gewann Japan die Weltmeisterschaft und Mitte der 60er Jahre übernahm China die Herrschaft in diesem Sport. Ihre absolute Domination wurde erst mit dem Einzug von Tischtennis in die Olympischen Spiele 1988 und der Teilnahme der Spieler aus Korea und Schweden gedämpft.

Tischtennis wird von Jahr zu Jahr immer populärer und heutzutage wird dieser Sport in fast allen Teilen der Welt gerne gespielt.