Neues Spielsystem für die oberen Tischtennis-Ligen

Ein Wirrwarr an Spielsystemen

Einmal spielen die Profis zu viert, beim nächsten Mal zu sechst, dann zu dritt oder nur zu zweit. Einmal spielen die Akteure bis zum dritten Punkt, das andere Mal bis zum sechsten Punkt oder länger. Einmal dauert eine Partie im Tischtennis eine Stunde und fünfzehn Minuten, das andere Mal satte vier Stunden. In den Ligen kommen Bundessysteme, das Werner-Scheffler-System, das Dietze-Paarkreuz-System und zahlreiche weitere Spielarten zum Einsatz. Es herrscht ein Wirrwarr an Spielsystemen, bei dem man schwer den Überblick behält. Dies stellte auch der Deutsche Tischtennis-Bund (DDTB) fest und möchte ab der Saison 2020/21 im Bereich Spielsysteme für Ordnung sorgen.

Kriterien eines vereinheitlichten Spielsystems

Hierfür hat eine Arbeitsgruppe des Deutschen Tischtennis-Bundes unter der Leitung von Heiner Spindeler ein Modell für ein einheitliches Spielsystem erarbeitet. Der Ausschuss setzte zunächst Kriterien fest, nach denen sich die Spielsysteme vereinheitlichen lassen. Demnach soll das zukünftige Spielsystem für die oberen Ligen zeitlich planbar sein für alle beteiligten Parteien, vom Verein über die Spieler bis zu den Zuschauern. Gleichzeitig sollte das Spielsystem zukunftsfähig und verständlich sein. Wichtig ist darüber hinaus, dass es die richtige Portion Spannung bietet.

Die Arbeitsgruppe stellte das einheitliche Spielsystem erstmals an der Sportwartetagung in Frankfurt am Main vor. Dort stieß das Konzept auf positive Resonanz bei den Anwesenden. Etwas anders sah es bei der Präsentation des Konzepts auf den Jahrestagungen der Bundesligen aus. Im Echo der anwesenden Vertreter für die Damen- und Herrenligen schwangen Kritik und Zurückhaltung gegenüber den vorgeschlagenen Änderungen mit.

Geplante Einführung des neuen Spielsystems ab der Saison 2020/21

Die Arbeitsgruppe möchte das Konzept zunächst weiter diskutieren und stellt es im Herbst bei diversen Regionalkonferenzen an verschiedenen Orten in Deutschland vor. Geplant ist bei ihrem Bundestag 2019 einen Antrag zu stellen, das neue Spielsystem in den fünf oberen Ligen ab dem Jahr 2020 einzuführen. Bis dahin ist der Ausschuss offen, weitere Vorschläge für Änderungen und neue Ideen mit in sein Konzept einfließen zu lassen.

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